Das Todeshaus am Fluss – Film (1950)




Das Todeshaus am Fluss - Film (1950)

Originaltitel: House by the River

Das Todeshaus am Fluss ist ein klassisches Drama und ein Film Noir

In Das Todeshaus am Fluss erwürgt ein Schriftsteller seine Hausangestellte, der er nachstellte. Sein Bruder will jedoch alles der Polizei verraten.

Inhalt von Das Todeshaus am Fluss

Der erfolglose Schriftsteller Stephen Byrne lebt um 1900 mit seiner Ehefrau Marjorie in einer viktorianisch anmutenden Villa am Ufer eines Flusses in den Südstaaten. Gedemütigt durch einen erneuten Misserfolg betrinkt er sich und stellt dem jungen Dienstmädchen Emily nach. Als diese bei seinem Annäherungsversuch laut zu schreien beginnt, erwürgt er sie im Affekt.

Um sich Emilys Leiche möglichst unauffällig vom Leib zu schaffen bittet er seinen hinkenden Bruder John um Hilfe. Der Junggeselle John, ein Buchhalter, hatte seinem Bruder in der Vergangenheit bereits häufiger ausgeholfen, etwa in der Finanzierung seines aufwendigen Lebensstils.

John will den Mord zunächst bei der Polizei melden, lässt sich dann aber doch von Stephen aus Brüderlichkeit zur Mithilfe überreden. Schließlich versenken die beiden das Opfer im Fluss in einem an einen Anker gebundenen Sack.

Die Brüder reagieren unterschiedlich auf den Mord: John plagt angesichts seiner Beihilfe zu dem Verbrechen das Gewissen, und er zieht sich zunehmend von der Gesellschaft zurück, während Stephen das in den Augen der Öffentlichkeit mysteriöse Verschwinden Emilys geschickt für seinen eigenen beruflichen Erfolg nutzen kann.

Als sein Name in der Zeitung erscheint, schnellen die Verkaufszahlen seiner Bücher in die Höhe. Während Stephen nach außen die Fassade aufrechterhalten kann, entfremdet sich Marjorie angesichts seines zunehmend manischen Verhaltens von ihm und ihre Ehe beginnt zu kriseln.

Stephen sieht eines Tages den Sack mit der Leiche im Fluss entlangschwimmen und begibt sich verzweifelt auf die Suche, doch kann er ihn nicht mehr finden. Als schließlich Emilys Leiche geborgen wird, gerät John in den Fokus der Ermittlungen, da der Sack mit seinem Namen gekennzeichnet wurde und seine ehemalige ⇒Haushälterin Flora Aussagen über Johns merkwürdiges Verhalten in der Zeit nach Emilys Tod macht. Eine öffentliche Anhörung führt zwar zunächst nicht zu einer Anklage gegen John, doch von seinen Mitmenschen wird er fortan geächtet, und die Polizei beobachtet ihn.

Im Dorf wird spekuliert, dass John als Krüppel sowieso keine Chance auf eine echte Frau gehabt habe, weshalb er sich auf das Dienstmädchen eingelassen und sie ermordet habe. Tatsächlich hegen aber Marjorie und John Gefühle füreinander, was auch für Stephen nicht unentdeckt bleibt.

Nun plant Stephen auch seinen Bruder unter Vortäuschung eines Selbstmordes zu töten und ihm so endgültig die Schuld für Emilys Tod in die Schuhe zu schieben. Bei ihrem Zusammentreffen am Ufer des Flusses schlägt er John nieder und wirft ihn in den Fluss. Während Stephens Abwesenheit liest Marjorie sein neues Manuskript, das er niemanden lesen ließ und das nach eigener Aussage nah an der Lebensrealität sein sollte.

Marjorie liest zwischen den Zeilen und weiß nun, wer Emily ermordet hat, woraufhin Stephen sie erwürgen will. John, der sich aus dem Fluss befreit hat, kann Marjorie aber rechtzeitig retten. Stephen halluziniert, dass er Emily in einem Vorhang sieht…

 

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